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Autor: Gabriel Raffin Plankensteiner

Verfasst am: 21.01.2021

Letzte Änderung: 23.01.2021

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Telegram, Signal oder Threema?!

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Wie die Ratten verlassen unzählige User den Messenger-Dienst WhatsApp und flüchten zu Telegram, Signal oder Threema. Aber warum die plötzliche Flucht?

Es geht darum, Facebook einen Denkzettel zu verpassen!


Mein erstes Smartphone mit Android war Anno Domini ein HTC Desire. Wer dieses Gerät nicht kennen sollte, darf es gerne mal im WWW recherchieren. Dieses Smartphone hat damals mein Leben komplett verändert, denn ich hatte auf einmal das ganze Web in meiner Hosentasche. YouTube on the Go und vieles mehr.

Eines Tages stolperte ich über eine App namens WhatsApp die von zwei Jungen Entwicklern namens „Jan Koum“ & „Brian Acton“ entwickelt wurde. WhatsApp war für die damaligen Verhältnisse revolutionär, denn nun hatte ich eine simple Möglichkeit Sofort-Nachrichten mit meinem Smartphone zu verschicken. Einige werden nun schmunzeln, aber für damalige Verhältnisse war das keineswegs normal. Damals dominierte noch die SMS! Die SMS hatte zig Nachteile wie z.B.

  • Hohe Kosten,
  • Zeichenlimitierung,
  • Keine Garantie, dass die Nachricht beim Empfänger ankam;

Mit WhatsApp wurde also ein Grundstein für die mobile Kommunikation gelegt und innerhalb kürzester Zeit konnte WhatsApp Millionen von registrierten Nutzern verzeichnen. WhatsApp wurde somit zum König des mobilen Instant Messagings.

Am 19. Februar 2014 wurde WhatsApp von Facebook für 19. Milliarden USD $ aufgekauft. Zu diesem Zeitpunkt versicherte Mark Zuckerberg, dass WhatsApp nicht mit anderen Diensten wie z.B. Facebook verschmelzen würde. Ein Versprechen, dem man natürlich Vertrauen schenken durfte. Warum hätte Zuckerberg auch einen Grund zu lügen? Warum sollte man eine Plattform wie WhatsApp aufkaufen und nicht kommerzialisieren wollen? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Seit Sommer 2016 werden fleißig WhatsApp-Daten mit anderen Facebook Diensten ausgetauscht und kommerzialisiert. Datenschutz und Facebook sind zwei Begriffe die auf keine Kuhhaut in der EU passen. Jeder weiß, was Facebook mit unseren Daten anstellt, aber niemanden scheints so richtig zu kümmern! Warum wohl? Da so gut wie jeder WhatsApp nutzt und es keinen anderen Messenger mit einer solch hohen User Base gibt. Schließlich sind ja all meine Freunde, Bekannten, die heimliche Geliebte, Todfeinde, Arschkriecher und Familie via WhatsApp erreichbar.

Mit dem 8. Februar 2021 (Mittlerweile um einige Monate aufgeschoben) gelten auf WhatsApp neue Geschäftsbedingungen. Sollte man diese verweigern, so kann man den Nachrichtendienst nicht mehr nutzen. Diese Tatsache führte nun dazu, dass unzählige Nutzer wie Ratten den Dienst verlassen und zur Konkurrenz laufen. Der Ideale Zeitpunkt um Facebook einen Denkzettel zu verpassen und zu einer anderen Plattform wechseln.

Ich will schon seit langem kein Teil mehr von WhatsApp sein, aber was bringt es mir auf eine andere Nachrichtenplattform zu wechseln wenn dort niemand anzutreffen ist? Ich nutze persönlich seit Jahren „Telegram“, da die meisten meiner IT-Freunde und Bekannten dort zu finden sind. ABER BIS VOR KURZEM WAREN KNAPP 70% MEINER KONTAKTE DORT NICHT AUFFINDBAR. Das hat sich nun schlagartig verändert. Egal ob Signal, Threema oder Telegram, ich kann all jene Personen via Kurznachrichten auf einer alternativen Plattform finden und anschreiben und ich freue mich sehr darüber.

Ich kann nun endlich laut „Gold Bye, WhatsApp“ in die große weite Welt rausschreien.

Einige Leute haben bereits mitbekommen, dass ich am 8.Februar WhatsApp verlassen werde und versuchen mich nun mit äußerst kreativen Argumenten umzustimmen. Das wohl mit Abstand schönste Argument ist folgendes: „WhatsApp ist der sicherste Messenger der sich an sämtliche Datenschutzrichtlinien hält.“
Als man mich versuchte mit diesem Argument zu überzeugen, wäre ich am liebsten lachend aus dem Fenster im 2. Stock meines Arbeitsplatzes gesprungen. All jene, die einen kostenlosen Messaging-Dienst eines Großkonzerns nutzen und glauben, sie seien dort „sicher“ glauben vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen. Liebe Leute, ihr seid in diesem Fall nicht die Kunden, sondern das Produkt. Lasst euch das bitte durch den Kopf gehen!

Aber führt ein Messengerwechsel zwangsläufig zu besserem Datenschutz? Jein, es gibt Dienste die gezielt auf Datenschutz absehen und jene die das nicht tun. Wir haben die Qual der Wahl und müssen uns selbst eine Meinung über die verschiedensten Anbieter bilden.

Bei welchem Messenger bin ich schlussendlich gelandet?
Ich bin der Meinung, dass Vielfalt nicht schaden kann. Wie bereits erwähnt bin ich seit langem bei Telegram zu finden, aber ab sofort auch auf Signal und Threema.